Mathematischer Salon
Wann? 07. Mai 2026, ab 20:00 Uhr, Ende offen
Wo? Hörsaal, Hausdorff Research Center Institute for Mathematics (HIM), Poppelsdorfer Allee 45, 53115 Bonn
Für wen? für alle Mathematik- und Musikinteressierten
Für das leibliche Wohl im Anschluss ist gesorgt.
Bitte beachten:
- Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Es wird bei Einlass kontrolliert.
- Während der Veranstaltung werden Fotos gemacht. Mit der Teilnahme erklären sich die Teilnehmer*innen bzw. deren Erziehungsberechtigte mit den Foto- und Videoaufnahmen sowie deren Speicherung, Veröffentlichung und Verbreitung einverstanden.
- Der Salon findet dieses Mal wieder im Hausdorff Research Institute for Mathematics (HIM) in der Poppelsdorfer Allee 45 statt. Wir wechseln die Orte zukünftig ab, je nach Jahreszeit und Thema.
Mathematische Philosophie: Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft
Hannes Leitgeb (LMU München)
Zusammenfassung:
„Mathematische Philosophie“ bezeichnet die Anwendung logischer und mathematischer Methoden auf philosophische Fragen und Probleme. Diese Weise, Philosophie zu betreiben, hat in jüngerer Vergangenheit eine große Erfolgsgeschichte geschrieben. Der Vortrag wird erklären, warum dem so ist, wie Mathematk in der Philosophie verwendet werden kann, und wie die Zukunft der mathematischen Philosophie aussehen könnte.
Musik
Antonia Schreiber (Harfe)
Programm:
Georg Friedrich Händel (1685–1759)
Harfensolo aus Saul (No. 33)
Jean-Philippe Rameau (1683–1764)
Aus der Suite in E minor, RCT 2:
IV. Le Rappel des Oiseaux
Louis Spohr (1784–1859)
Fantasie c-moll Op. 35
Marcel Tournier (1879–1951)
Aus Images, Suite No. 4, Op. 39:
X. La Volière magique
David Watkins (b. 1938)
I. Prélude (Early Morning on the Seine)
II. Nocturne (Countryside at Andé)
III. Fire Dance
—
Paul Hindemith
Aus Sonate für Harfe, 1939:
I. Mäßig schnell
Camille Saint-Saens (1835-1921)
Fantaisie Op. 95
Michail Glinka (1804-1857)
Nocturne Es-Dur
Lex van Delden
Notturno
Deborah Henson-Conant
The Nightingale
Weitere Informationen zum Vortragenden
Hannes Leitgeb
Hannes Leitgeb ist Inhaber des Lehrstuhls für Logik und Sprachphilosophie sowie Gründer und Co-Direktor des Munich Center for Mathematical Philosophy (MCMP). Er forscht und lehrt zu Fragen der Logik, der Philosophie der Logik und Mathematik, der Erkenntnistheorie, der Sprachphilosophie, der Allgemeinen Wissenschaftstheorie, der Geschichte des logischen Empirismus und der Philosophie der Kognitionswissenschaften. Seine aktuellen Forschungsinteressen umfassen die Logik normativer Gründe für Überzeugungen, die Analyse neuronaler Netzwerke mittels Zuschreibungen von Gründen, den logischen Inferentialismus, den Logizismus in der Philosophie der Mathematik, die Bedeutung rein instrumenteller sprachlicher Mittel sowie ein metaphilosophisches Verständnis der Philosophie als rationale Rekonstruktion. Nach langjährigen wissenschaftlichen Stationen in Salzburg, Stanford und Bristol ist er seit 2010 Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München. Hannes Leitgeb ist Mitglied der Academia Europaea, der Leopoldina und der Académie Internationale de Philosophie des Sciences. Ihm wurden zahlreiche bedeutende Wissenschaftspreise verliehen, darunter im Jahr 2025 der Gottfried Wilhelm Leibniz Preis, der wichtigste Forschungsförderpreis in Deutschland.
Die Musikerin
Antonia Schreiber
Antonia Schreiber ist Erste Solo-Harfenistin im Gürzenich-Orchester Köln. Stationen ihres Weges führten sie zuvor zu den Münchner und Wiener Philharmonikern. Als Solistin trat sie u. a. mit dem MDR-Sinfonieorchester Leipzig, dem Staatsorchester Braunschweig und dem Gürzenich-Orchester Köln auf. Ihre Einspielungen umfassen die Ersteraufnahme von Sir Harrison Birtwistles "Crowd" für Harfe solo sowie die Duo-CD "Pan und Apoll – Wassermusik für Flöte und Harfe" mit Alja Velkaverh. Auch gemeinsame Projekte mit Kent Nagano, Ingolf Turban, Wen-Sinn Yang und dem Auros-Trio dokumentieren ihr breites Repertoire. Für ihr künstlerisches Schaffen wurde sie bei nationalen und internationalen Wettbewerben ausgezeichnet. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit engagiert sich Antonia Schreiber leidenschaftlich in der Lehre. Als ausgebildete Feldenkrais-Lehrerin verbindet sie Körperbewusstsein und Musizieren, um Ausdruck und Klangvielfalt zu vertiefen. Seit 2023 ist sie Dozentin beim Schleswig-Holstein Festival Orchester. Darüber hinaus gibt sie Masterclasses und Seminare in Auftrittscoaching und Feldenkrais für Harfenist*innen.